Astrofotos: M51 – Die Whirlpool Galaxie

Ich finde es immer faszinierend, andere Galaien als unsere Milchstraße zu sehen bzw. fotografisch festzuhalten. Dabei finde ich Spiralgalaxien aufgrund der Strukturen im Allgemeinen wesentlich interessanter anzuschauen als elliptische Galaxien. Ein besonders schönes Exemplar ist meiner Meinung nach M51, die sogenannte “Whirlpool-Galaxie” oder auch “Strudelgalaxie” im Sternbild “Jagdhunde”.

Zum einen zeigt M51 sehr deutliche, schöne Spiralstrukturen. Doch wirklich ins Auge sticht NGC 5195, die kleine Begleitgalaxie von M51. Selbst auf Amateuraufnahmen wie auf meiner ist gut zu erkennen, dass M51 mit seinem Begleiter in gravitativer Wechselwirkung ist. Ca. 25 Millionen Lichtjahre von uns entfernt sind beide Galaxien schon durch ein deutliche erkennbares Band miteinander verbunden. Wir haben das Glück, fast ganz von oben auf dieses System blicken zu können.

Auswirkungen der Gezeiten

Die deutliche Spiralstruktur von M51 mit den hellen Spiralarme hat ihren Ursprung in den Gezeitenkräften, die der Tanz beider Massenschwerpunkte auf die Galaxiescheibe nach sich zieht. In den Spiralarmen von M51 entstehen viel junge, heiße Sterne mit relativ kurzer Lebensspanne. Eine Folge davon sind auch relativ zahlreiche Supernovae. So wurden innerhalb von 17 Jahren drei Supernova beobachtet, 1994, 2005 und 2011 (Wikipedia).

Es gibt Simulationen, dass sich M51 und sein Begeleiter aus einer Ursprungsgalaxie gebildet haben, indem ein massereiches Schwarzes Loch Masse angezogen und von der Haupt-Galaxiescheibe separiert hat.

Dagegen sprechen aber wohl aktuelle Beobachtungen des Hubble-Weltraumteleskops. Diese scheinen zu belegen, dass der kleine Begleiter NGC 5195 hinter der größeren Galaxie M51 vorbeizieht (NASA).

Egal wie sich die Wissenschaft letztlich festlegt, ein interessantes Objekt ist M51 allemal. Hier werde ich sicherlich nochmals mein Teleskop hinbewegen um zu fotografieren. Schon alleine, weil dieses Foto von mir mit einer normalen, nicht astromodifizierte EOS 5DIV entstanden ist und somit die rötlichen HII Emissionsgebiete in den Spiralarmen quasi nicht zu erkennen sind.

Daten zum Bild

Teleskop: Skywatcher 150/750 PDS
Montierung: Skywatcher HEQ-5 Pro
Kamera: Canon EOS 5DIV
Software: APT, no Guiding
Lights: 120x 60 Sek. @ ISO1600
Darks: 20
Flats: 20
Bias: 10
EBV: DSS, Fitswork, LR, PS, 3D LUT Creator

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